Evangelisch-reformiert,
z.T. römisch-katholisch. Zu Gemünd (Kreis Schleiden/Eifel),
Aachen, Düren, Düsseldorf, Bonn, Köln, Hamborn (bei
Duisburg) Essen, Berlin und Rotterdam. Das Geschlecht Rotscheidt
trägt seinen Namen von einer Ortsbezeichnung (derartige Hofnamen
sind nicht ungewöhnlich.
Es gibt auch eine Flur Rottscheidt bei Vohwinkel; vgl. Zeitschrift des
Bergischen Geschichtsvereins Bd.43, S. 196).Diese ist zu erklären
aus den Bestandteilen Rodung und Scheide (Grenze) Seinen Namen
übertrug das Geschlecht widerum auf den Rotscheidt's -Hof zu
Hellental.
Den Übergang von der Landwirtschaft zur Eisenerzeugung scheint das
Geschlecht erst mit Johann Rotscheidt (* um 1600) vollzogen zu haben,
der in das alte und bedeutende Reidemeister Geschlecht Schoeller
einheiratete. Es folgte ein steiler Aufstieg zu wirtschaftlicher
Größe. Besonders blühten die Rotscheidt'schen
Gründungen zu Vussem bei Gemünd. Aus ihnen sind die
"Rheinische Bohrmaschinen Fabrik GmbH" und das "Hammerwerk Peter
Rütt" hervorgegangen.
Nachdem das sehr beträchtliche Vermögen des Wilhelm Ludolf
Rotscheidt (* 4.12.1773), Reidemeister zu Gemünd 1855 an
seine Erben und Schwiegersöhne Fritz Schoeller und Albert
Poensgen geflossen waren konnte von einer wirtschaftlichen Bedeutung
der Rotscheidt's nicht mehr gesprochen werden. Sie haben daher
teilweise die alte Heimat verlassen und sich neuen Berufen zugewandt.
Stammhaus der Familie in Gemünd/Eifel